Ein Satz für Frankfurt

Aufruf an alle Ur-FrankfurterInnen, Neu-FrankfurterInnen und Möchtegern-FrankfurterInnen, die sich trauen, zu schreiben. Uffgepasst! Denn: Schon zwei Wörter sind ein Satz.


Eine der häufigsten Fragen, die uns auf Lesungen gestellt wird, lautet: „Wie werde ich Schriftsteller?“

So sehr uns die Frage und das damit zum Ausdruck gebrachte Interesse an Poesie und Literatur erfreut, so schwierig lässt sich darauf eine motivierende Antwort geben. Denn auch wenn in Plattitüden wie „Nur die Übung macht den Meister“ und „Alles lesen, was man in die Hände bekommt“ mehr als nur ein oder zwei Körnchen Wahrheit enthalten sind, so helfen sie in der Praxis meistens wenig, um die Angst vor dem weißen Blatt Papier in den Griff zu bekommen. Gerade wer ambitioniert und voller Tatendrang loslegt, wird oft vom eigenem Zensor gnadenlos in die Schranken verwiesen. Dann hilft nur die Taktik der kleinen Schritte, wobei wir uns nicht zu schade sein sollten, auch allerkleinste Schritte herzlich willkommen zu heißen. Hier können wir uns bei den Ergebnissen der Glücks- und Resilienzforschung bedienen, die da lauten: Wer jeden Tag einen Stein auf den anderen legt oder einen Samenkern pflanzt, der kann sich nach einem Jahr über ein Haus oder einen üppigen bewachsenen Garten freuen. Regelmäßiges Tun - und sei es lächerlich wenig - bringt uns über die Zeit ein vorzeigbares Ergebnis und – was mindestens genauso wichtig ist – ein gutes Gefühl und die Bestätigung, auch schwierige Ziele erreichen zu können. Vom Miniziel zum Mammutprojekt bedarf es also gar nicht viel.

 

Versuchen Sie es und schreiben Sie jeden Tag nur einen Satz. Irgend einen. Bewerten Sie Ihren Text nicht, sondern schreiben Sie nur auf, was Ihnen einfällt. Sagen Sie nicht: "Das kann ich nicht." Sie können das! Denn: Schon zwei Wörter sind ein Satz. Ein Beispiel? "Leo rennt", wäre so ein durchaus akzeptabler Minimalsatz für Frankfurt. Schütteln Sie noch zwei Wörtchen mehr aus sich heraus und Sie haben schon fast so etwas wie Poesie erschaffen: "Rentner Leo rennt leer." Das macht keinen Sinn, sagen Sie? Macht nichts! Her mit Ihren sinnlosen, skurrilen, witzigen oder traurigen Sätzen. Schicken Sie uns ihren Satz für Frankfurt und profitieren Sie von einem weiteren Glücksmacher: Wer anderen hilft, wird selbst glücklicher. Denn: Jeder hier veröffentlichte Satz soll uns einen ganzen Euro wert sein. Nach einem Jahr spenden wir (nicht Sie!) die Summe von (hoffentlich) 365 Euro für einen wohltätigen Zweck, der Lesen und Schreiben in Frankfurt unterstützen soll. Ob das die Förderung eines Vorlesekreis für Schulkinder oder ein Bücherschrank im Bahnhofsviertel sein wird, steht noch nicht fest. Vorschläge dazu sind herzlich willkommen.

 

Machen Sie mit und schicken Sie uns jetzt ihren Satz für Frankfurt, Ihren persönlichen Einsatz für mehr Kommunikation und Literatur in der Mainmetropole.

Mein Satz für Frankfurt lautet:

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.


Wir starten mit der Veröffentlichung von "Ein Satz für Frankfurt" zum Welttag des Buches am 23. April 2020 - Bitte schicken Sie uns ab sofort Ihre Beiträge zu.

Wichtig: Wir sind offen für alle Formen der Kommunikation und freuen uns über kreative Beiträge. Allerdings muss der eingereichte Satz aus mindestens zwei Wörtern bestehen ("Leo rennt" wäre also ein geeigneter Minimalsatz) und nicht länger als eine DIN A4 Seite sein (ca. 200 Wörter). Wir veröffentlichen keine Eigenwerbung sowie keine pornographischen oder gewaltverherrlichenden Inhalte. Nur Mut! Ihr Satz muss kein literarisches Goldstück sein, jeder Satz zählt, egal ob mit oder ohne Reim.